Der Start des Hörfunks
104 Jahre ist es jetzt her, dass die erste Radiosendung ausgestrahlt wurde. Wobei Sendung wirklich vermessen ist, handelte es sich doch einfach nur um ein Experiment von Wissenschaftlern, die schauen wollten, wie man die drahtlose Übertragung für Unterhaltung nutzen konnte. Und so darf sich Reginald Fessenden als erster Discjockey bezeichnen – er sendete 1906 am Heiligen Abend an die US-Küstenschiffe im Atlantik. Die Station selber stand in Brant Rock, Massachusetts.
Es sollten aber noch weitere 14 Jahre ins Land ziehen, bis die ersten kommerziellen Radiosender daher kamen. Und wie so vieles kam auch dieser Trend aus den USA nach Europa und so konnte man 1920 in Deutschland die erste öffentlich-rechtliche Radiosendung hören: Ein Weihnachtskonzert, eingespielt von Postbeamten, die zwischendurch zudem noch Gedichte rezitierten. Erste Rundfunkübertragungen hatte es schon vorher gegeben, als bspw. in der Revolution von 1919 Arbeiter über den Pressedienst den Sieg des Spartakusbundes durchgaben. Daher wurde das neue Medium unter staatliche Kontrolle genommen und es wurden genaue Regeln für den Rundfunk erlassen, so dass am 29. Oktober 1923 (Sie sehen, es muss nicht immer Weihnachten sein
) die offizielle Geburtsstunde des kommerziellen Hörfunks gefeiert wurde: Die Funk-Stunde Berlin ging nämlich auf Sendung.
Und auch heute ist der Rundfunk immer noch beliebt und begleitet die Menschen durch den Tag. Sei es morgens im Auto auf dem Weg zur Arbeit, die Radios, welche im Büro für (hoffentlich nicht zu viel) Ablenkung sorgen usw. Und die Sender sind nicht nur klassisch im Rundfunk unterwegs, sondern bieten ihr Programm auch online oder über digitales Kabel feil. So wird der Rundfunk wohl noch lange existieren.
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